„Beweg was!“ – Antrag Radweg Lange Wieske (10.10.2023)

Abgelehnt

in Zeiten des Klimawandels und der daraus resultierenden Diskussion um Alternativen zur motorisierten Personenbeförderung zwecks Reduzierung des CO2-Ausstoßes stellt der Fahrradverkehr eine der wichtigsten Säulen dar. Damit die Nutzung des Fahrrades für unsere Mitbürgerinnen und -bürger als alternatives Beförderungsmittel an Attraktivität gewinnt, ist ein sicheres und umfassend ausgebautes Radwegenetz in und um Sassenberg und Füchtorf erforderlich.

Die aktuelle Pendlersituation zwischen Sassenberg und Warendorf zeigt, dass der Radweg entlang der Straße „Lange Wieske“ (K44) ein stark frequentierter Radweg ist, welcher schon heute intensiv von Schülern und Berufstätigen als direkte Verbindung von Sassenberg nach Warendorf und in entgegengesetzter Richtung genutzt wird. Aufgrund das aktuellen Zustandes ist auf diesem Radweg ein sicherer Fahrradverkehr allerdings kaum möglich, so dass dies als eines der Kernthemen der Schüler des Projektes „Beweg was!“ ausgemacht wurde.

Im Vergleich zu anderen Ausführungen im Umkreis ist dieser Radweg mit einer Breite von max. 2,00m relativ schmal ausgeführt. Hinzu kommen diverse Beschädigungen in der Decke des Radweges sowie teilweise schlecht einsehbare Bereiche entlang der Streckenführung. Diese Gesamtsituation erschwert es den Radfahrern entgegenkommendem Verkehr sicher auszuweichen, so dass es häufig zu Gefahrensituationen kommt. Der Radweg von Sassenberg in Richtung Greffen entlang der B513 weist im Vergleich eine Breite von 2,30m – 2,40m auf, und die Fahrbahndecke wurde in den letzten Jahren erneuert, was die Situation im Vergleich deutlich entschärft. Des Weiteren ist es bei Dämmerung und Dunkelheit aufgrund der mangelnden Ausleuchtung der Radwegstrecke den Radfahrern schwer möglich die Beschädigungen in der Decke des Radweges auszumachen, so dass auch dies als weitere Gefahrenquelle aufzuführen ist.

Aus diesem Grund beantragt die FWG Sassenberg Füchtorf eine Bestandsaufnahme der Gesamtsituation dieses Radweges durch die Stadtverwaltung Sassenberg. Dazu soll zur ganzheitlichen Betrachtung Kontakt zur Stadtverwaltung Warendorf sowie als zuständige Behörde der Kreisverwaltung Warendorf aufgenommen und gemeinsam Verbesserungsmaßnahmen gemäß heutigem Standard im Radwegebau erörtert werden. Es ist zu prüfen, inwieweit dieser Fahrradweg Teil des Radwegebedarfsplans der Kreisverwaltung Warendorf werden kann, um so ohne langwierige Verzögerungen die angestrebten Verbesserungsmaßnahmen ausführen zu können und zudem öffentliche Fördermittel in größtmöglichem Umfang einfließen zu lassen.

Mit dem „Zukunftsprojekt Radschnellwege“ behandelt die Stadt Münster aktuell in Zusammenarbeit mit der Universität Münster stark frequentierte Pendlerverbindungen der Stadt Münster mit dem Umland. In Anlehnung an dieses Zukunftsprojekt könnte der Radweg entlang der „Langen Wieske“ ebenfalls einen Pilotcharakter solcher Radschnellwege für den Kreis Warendorf darstellen, an dem sich in näherer Zukunft weitere Radschnellwegverbindungen im Kreis orientieren könnten.